Behandlungsablauf

1. Beratungsgespräch (nachmittags)

Während des Beratungsgespräches erfolgt eine eingehende kieferortho-pädische Untersuchung. Gleich zu diesem Zeitpunkt können wir Euch mitteilen, ob eine kieferorthopädische Behandlung nötig ist oder ob der Zahndurchbruch noch weiter abgewartet werden kann. Sollte eine Zahnfehlstellungskorrektur medizinisch notwendig sein, so erstellen wir gleich zu diesem Zeitpunkt die für die Planung notwendigen diagnostischen Unterlagen. Dazu fertigen wir Röntgenbilder, Abdrücke von beiden Kiefern sowie Fotos an.

Das Beratungsgespräch ist dazu gedacht, Euch ausgiebig Zeit für die Beantwortung all der Fragen bezüglich der kieferorthopädischen Behandlung zu geben. Bitte zögere nicht diese zu nutzen, denn es ist für ein positives Behandlungsergebnis sehr wichtig, dass Du gut über die geplante Behandlung informiert bist.

Im Anschluss an das Beratungsgespräch führen wir die Analyse der o. a. Unterlagen durch und schreiben einen sogenannten Behandlungsplan, den wir dann bei Eurer Krankenkasse einreichen. Diese entscheidet darüber, ob die Kosten übernommen werden. Dieser Vorgang dauert ca. 3-5 Wochen.


2. Planbesprechung (nachmittags)

Sobald der Plan von der Kasse genehmigt und an uns zurückgeschickt worden ist, vereinbaren wir mit Dir und Deinen Eltern einen Termin um die geplante Behandlung zu besprechen. Dazu gehören beispielsweise die Behandlungsgeräte, die voraussichtliche Behandlungsdauer etc. Ist eine feste Spange geplant, so setzen wir gleich an diesem Termin sogenannte Separiergummies zwischen die hinteren Backenzähne, für eine herausnehmbare Spange machen wir einen Abdruck beider Kiefer.


3. Einsetzen der Spange (vormittags)

Ein paar Tage nach Einsetzen der „Separiergummies“, kleben wir die feste Zahnspange auf die Zähne. Zum Einsetzen einer festen Spange brauchen wir ca. 2 Stunden, für eine herausnehmbare Spange benötigen wir weniger Zeit, da sie ja nicht geklebt wird. In den ersten Tagen kann es sein, dass die Zähne etwas wehtun, besonders beim Draufbeißen. Das legt sich in der Regel nach ein bis zwei Wochen.

Nach dem Einsetzen der Zahnspange zeigen wir Dir genau wie sie gepflegt werden muss und was beim Tragen beachten werden sollte. Bei etwas kniffeligen Sachen, wie z. B. Gummiringe einhängen, üben wir das gemeinsam vor dem Spiegel.
Am gleichen Tag an dem Du Deine Spange bekommst, führen wir auch die sog. Funktionsanalyse durch.


4. Kontrolltermine (nachmittags)

Der erste Kontrolltermin liegt etwa eine Woche nach Einsetzen der Spange. Danach stellen wir die Spange alle fünf bis acht Wochen nach. Aufgrund der Materialien die wir einsetzen, wirkt die Spange konstant über den gesamten Zeitraum. Schritt für Schritt stellen sich die Zähne in die gewünschte Richtung.


Die regulären Kontrolltermine liegen normalerweise nachmittags (schlechte Zeiten für Matheschwänzer). Nur die langen Termine, an denen wir mehr Zeit brauchen, um beispielsweise eine neue Spange anzupassen, liegen aus organisatorischen Gründen am Vormittag. Hierfür stellen wir Ihrem Kind natürlich ein Entschuldigungsschreiben für die Schule aus.

Bitte haltet Eure Termine ein! Denn nur so ist es uns möglich die Wartezeiten möglichst kurz zu halten.

Wichtig: Wenn mal etwas an der Spange kaputt ist, vereinbare bitte gleich einen Termin, damit wir das "Malheur" möglichst schnell reparieren können.


5. Zwischenunterlagen (vormittags)

Wenn ca. 2/3 des Behandlungsergebnisses erreicht sind, fertigen wir sogenannte Zwischenunterlagen (Röntgenbilder, Abdrücke von den Kiefern) an. Diese benötigen wir um die Feineinstellung der Zähne und Kiefer zueinander planen zu können.


6. Kontrolltermine (nachmittags)

Jetzt befinden wir uns in der Endphase der aktiven Behandlung und setzen die sich aus der Zwischenanalyse ergebenen restlichen Behand-lungsaufgaben um. Die Kontrolltermine sind, wie gehabt, alle vier bis acht Wochen.


7. Entbänderung (vormittags)

Endlich, die Spange kommt raus! Wir lösen vorsichtig die  Brackets und Bänder und danach werden die Zähne poliert.

Dann machen wir noch einen Abdruck von beiden Kiefern, um die sog. Retentions- oder Haltespange anfertigen zu können.


8. Retention

Unter Retention versteht man die Phase nach der aktiven Behandlung, in der die Zähne noch stabilisiert werden müssen, damit sie nicht wieder in die alte, schiefe Stellung zurückwandern. Hierzu benutzen wir herausnehmbare Spangen, die nachts getragen werden sowie sogenannte Retainer. Es handelt sich hierbei um einen feinen Draht, der hinter die Frontzähne geklebt wird und die Zähne festhält (nach außen unsichtbar).


9. Abschluss

Nach Ablauf der Retentionsphase informieren wir die Krankenkasse darüber, dass die Behandlung abgeschlossen wird und stellen Dir hierüber eine Bescheinigung aus. Mit dieser Bescheinigung werden die während der Behandlung geleisteten Eigenanteile von der Krankenkasse zurückerstattet.